Bern, 20 Juli 2026

Der Rücktritt des deutschen Unionsfraktionschefs Jens Spahn nach der Geburt seines Kindes durch eine Leihmutter in den USA hat eine Debatte über Leihmutterschaft, Fortpflanzungsmedizin und die Grenzen staatlicher Moral neu entfacht, wie eine am 20. Juli 2026 veröffentlichte Analyse von Eric Frey zeigt.

Die Diskussion erhielt durch den persönlichen Fall Spahn neuen Auftrieb: Der Unionsfraktionschef und sein Mann sind mithilfe einer Leihmutter in den USA Eltern geworden, mussten sich den Vorwurf der Doppelmoral gefallen lassen – und trat zurück. Seine eigene Partei hält am Verbot der Leihmutterschaft in Deutschland fest. Eine Generation zuvor wäre sein persönliches Sexualleben in Deutschland womöglich strafbar gewesen, und noch vor zehn Jahren hätte Spahn seinen Lebenspartner nicht heiraten dürfen.