Wiesbaden, 09 Juni 2026

Sophia und Noah sind im Jahr 2025 erneut die beliebtesten Vornamen für Neugeborene in Deutschland, wie die Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) in Wiesbaden mitteilt.

Datengrundlage und Erfassung

Die GfdS veröffentlicht seit 1977 eine jährliche Liste über die in Deutschland am häufigsten vergebenen Vornamen. Auch bundesweit sind Sophia und Noah am beliebtesten. Damit führen die beiden Namen die Rangliste wie schon in den Vorjahren an. Bereits in den Jahren 2023 und 2024 hatten Sophia/Sofia und Noah vorn gelegen.

Das geht aus einer Auswertung der Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) in Wiesbaden für das Jahr 2025 hervor. Grundlage sind diesmal Daten von etwa 750 Standesämtern, die der Gesellschaft insgesamt fast 830.000 Eintragungen übermittelten. Auf diese Weise seien fast 91 Prozent aller im Jahr 2025 in Deutschland vergebenen Vornamen erfasst.

Hinter Sophia liegen Mia, Lina, Ella und Hanna/Hannah in den Top fünf. Bei den Jungs folgt auf Noah der Vorname Matteo in verschiedenen Schreibvarianten (mit einfachem t, mit und ohne h), dann Theo, Leo und Emil. Verschiedene Schreibvarianten für einen Namen wurden dabei zusammengefasst.

Theo und Emil kletterten in dem Ranking im Vorjahresvergleich um mehrere Plätze nach oben. Die Geschäftsführerin der Gesellschaft für deutsche Sprache, Andrea-Eva Ewels, ordnete die Entwicklung ein: „Gleichzeitig zeigt der Aufstieg von Theo und Leo, dass kurze, prägnante Namen bei vielen Eltern besonders gefragt sind.“

Trends bei kurzen Vornamen

Ewels beschrieb die Spitzenreiter als beständige Größen. „Noah und Sophia sind längst mehr als Modenamen – sie haben sich als moderne Klassiker etabliert“, sagte sie. Auch in der längerfristigen Betrachtung zeigt sich, dass kurz und klangvoll offenbar weiterhin hoch im Kurs steht.

Auf Länderebene ergeben sich teilweise abweichende Reihenfolgen. In Rheinland-Pfalz liegt Sophia bei den Mädchen neuerdings vorn und hat Emilia als beliebtesten Mädchen-Vornamen für Babys abgelöst. Bei den neugeborenen Mädchen auf Platz drei liegt Emma (2024: Platz zwei). Damit zeigt sich in dem Bundesland ein leichter Wandel an der Spitze.

Abweichungen in den Bundesländern

Bei den Jungs liegt dagegen wie im Jahr davor Noah ganz vorn, dahinter folgen Matheo und Liam. Liam, der im Vorjahresvergleich von Platz elf auf drei kletterte, verzeichnete damit einen der deutlichsten Sprünge im gesamten Ranking. Die Verschiebungen bleiben insgesamt aber überschaubar, verglichen mit der bundesweiten Spitze.

Die GfdS wertet für ihre Statistik ausschließlich Daten der Standesämter aus. Verschiedene Schreibvarianten für einen Namen werden zusammengefasst, sodass Matteo mit einfachem t, mit Doppel-t oder mit und ohne h gemeinsam gezählt werden. Auch Sophia und Sofia werden gemeinsam ausgewiesen.

Hintergrund der jährlichen Auswertung

Mit einer Erfassung von rund 91 Prozent aller im Jahr 2025 vergebenen Vornamen gilt die Liste als repräsentativer Überblick über die Namensgebung in Deutschland. Sie erscheint seit 1977 und gilt Sprachwissenschaftlern wie auch Standesämtern als wichtige Quelle, um langfristige Trends bei der Vornamenwahl zu beobachten.

Für Eltern, die noch nach einem Namen suchen, liefert die Auswertung Hinweise darauf, welche Vornomen in der aktuellen Generation besonders verbreitet sind. Dazu zählen neben den Spitzenreitern auch Kurzformen wie Theo, Leo und Emil, die derzeit überdurchschnittlich häufig vergeben werden.

Die nächste Auswertung der GfdS wird für das Jahr 2026 erwartet und dürfte zeigen, ob die aktuelle Spitzengruppe stabil bleibt oder ob weitere kurze, prägnante Namen in die vorderen Ränge vorrücken.