Gegen den Leiter des Wiener Marktamts (MA 59), Andreas Kutheil, haben sich 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Vorwürfen wegen Rassismus, Misogynie und Mobbing an den Unabhängigen Bedienstetenschutz der Stadt Wien (UBSB) gewandt.

Die Vorwürfe wiegen schwer: Wie der Falter am Dienstag unter Berufung auf E-Mails, Protokolle und Tonaufnahmen berichtet, soll Kutheil ein "Klima der Angst" und einen "massiv belasteten" Arbeitsalltag in der MA 59 geschaffen haben. Der Unabhängige Bedienstetenschutz der Stadt Wien ist über die Vorfälle informiert, äußert sich dazu aber nicht. "Es gibt ganze Aktenschränke voller Vorwürfe", heißt es in dem Bericht.

Die Vorwürfe im Detail

Im Detail schildern Betroffene dem KURIER in einem Schreiben, das mit "Eine Gruppe betroffener Mitarbeiter*innen des Wiener Marktamts" unterzeichnet ist, ein breites Muster an Demütigungen. So soll Kutheil einen Kollegen, der nach einer "Tirade" des Chefs zu weinen begann, mit den Worten "Waserl", "Mimi", "bockiges Kind" und "blöden Buam" beschimpft und sein Weinen nachgeäfft haben. "Menschen werden durch den Abteilungsleiter wegen ihres Körpers und ihres Gewichts beschämt", heißt es in dem Brief.