Ein Gericht in Härnösand hat am Dienstag einen 61-jährigen Schweden wegen schwerer Zuhälterei, versuchter Vergewaltigung, Körperverletzung, Bedrohung und eines Drogendelikts zu vier Jahren und fünf Monaten Haft verurteilt, nachdem er seine Ehefrau zwischen 2022 und 2025 zu bezahltem Sex mit mindestens 120 Männern gezwungen haben soll.

Ausmaß und Dauer der Taten

Nach Überzeugung des Gerichts handelte es sich um ein System, das der Angeklagte über Jahre hinweg aufgebaut und gesteuert hatte. Die Ehefrau, die laut Staatsanwaltschaft abhängig von Drogen und Alkohol war, wurde über das Internet für sexuelle Dienstleistungen angeboten. Dabei soll der Mann nach Angaben der Ermittler zwischen 2022 und 2025 mehr als 500.000 schwedische Kronen – umgerechnet rund 46.000 Euro – eingenommen haben.