Im Nationalpark der italienischen Region Abruzzen sind mindestens 18 Wölfe durch Vergiftung getötet worden. Der WWF bezeichnete die Tat als "fortwährendes Massaker, das das Herz unseres Naturerbes trifft".

Dramatischer Vorfall im Schutzgebiet

Die Vergiftung der Wölfe ereignete sich in einem der bekanntesten Naturschutzgebiete Italiens, das für seine reiche Biodiversität und große Wolfspopulation bekannt ist. Die Abruzzen beherbergen einen bedeutenden Teil der rund 3.500 Wölfe, die nach Angaben von Experten in Italien leben – mehr als in jedem anderen EU-Land.

Der Vorfall wirft Fragen nach den Schutzmaßnahmen für bedrohte Arten in Europa auf. Der Nationalpark gilt als Modellregion für das Zusammenleben von Mensch und Wildtier, doch die jüngsten Vorfälle zeigen, dass Konflikte weiterhin bestehen.

Reaktionen und Hintergründe

Der WWF reagierte mit scharfer Kritik auf die Vergiftungen. Die Organisation betonte, dass solche Vorfälle nicht nur die lokale Population bedrohen, sondern auch das ökologische Gleichgewicht des gesamten Gebiets gefährden. "Fortwährendes Massaker, das das Herz unseres Naturerbes trifft", lautete die deutliche Stellungnahme.

Italien spielt eine zentrale Rolle beim Schutz der europäischen Wolfspopulation. Die Art war in vielen Teilen Europas fast ausgerottet, hat sich aber in den letzten Jahrzehnten langsam erholt. Die Abruzzen gelten als einer der wichtigsten Lebensräume für die Tiere, was die aktuelle Situation besonders alarmierend macht.