Die Wolfpopulation in Österreich befindet sich laut aktuellen Daten nicht in einem günstigen Erhaltungszustand, wobei nur acht Rudel nachgewiesen sind und keine stabile Wachstumstendenz erkennbar ist.
Hintergrund
Die Situation der Wölfe in Österreich gibt Anlass zur Sorge. Mit lediglich acht nachgewiesenen Rudeln und fehlendem stabilen Populationswachstum ist der Erhaltungszustand der Art als nicht günstig einzustufen. Diese Einschätzung wird durch zwei unabhängige Quellen gestützt, die eine Zuverlässigkeit von 83,2 Prozent angeben.
Seit dem Jahr 2022 haben die Behörden zudem 58 Abschüsse von Wölfen genehmigt. Diese Maßnahmen stehen im Zusammenhang mit Konflikten zwischen Mensch und Tier, insbesondere in Regionen wie dem Mühlviertel. Die genaue Verteilung der Abschüsse und die zugrundeliegenden Gründe wurden jedoch nicht detailliert offengelegt.
Reaktionen von NGOs
Tierschutzorganisationen wie Tierschutz Austria zeigen sich besorgt über die Entwicklung. Sie verweisen auf die geringe Anzahl an Wolfsrudeln und die fehlende positive Populationsdynamik. „Die aktuellen Zahlen sind alarmierend“, heißt es in einer Stellungnahme.
Auch die Organisation FFH (Flora-Fauna-Habitat) äußert sich kritisch. Sie betont, dass der Wolf als geschützte Art besondere Aufmerksamkeit benötigt, um langfristig überleben zu können. Die bisherigen Maßnahmen scheinen jedoch nicht auszureichen, um eine stabile Population zu sichern.

