Ein 22-jähriger früherer Partner der Mutter ist am Landesgericht Wels verurteilt worden, weil er ein Baby so heftig geschüttelt hatte, dass der Säugling schwere Verletzungen davontrug.

Im Zentrum des Verfahrens am Landesgericht Wels steht ein Säugling, der laut Anklagebehörde durch das Schütteln einen Schädeldachbruch erlitt. Das Gericht kam nach Würdigung der Beweislage zu dem Schluss, dass der Angeklagte für die schweren Verletzungen des Kindes verantwortlich ist. Der Fall sorgte über die Region hinaus für Aufsehen, weil er die besondere Schutzbedürftigkeit von Säuglingen in den Vordergrund rückt.

Schädeldachbruch durch heftiges Schütteln

Nach Überzeugung der Richterinnen und Richter hatte der Ex-Partner der Mutter das Baby mit einer Heftigkeit bewegt, die weit über ein normales Wiegen oder Beruhigen hinausging. Durch diese Krafteinwirkung kam es zu dem Bruch des Schädeldachs, der ärztlich durch ein bildgebendes Verfahren, einen Ultraschall, dokumentiert wurde. Aus medizinischer Sicht sind solche Verletzungen typisch für das sogenannte Schütteltrauma, das entsteht, wenn der noch nicht stabilisierte Kopf eines Säuglings unkontrolliert hin- und herschleudert.