Bei einer europaweiten Zählung wurden in Salzburg zum Stichtag im Oktober 2024 insgesamt 910 Menschen erfasst, die von Wohnungslosigkeit oder Wohnungsausgrenzung betroffen sind, darunter 40 begleitende Kinder.

Zahlen aus der Salzburger Zählung

Die Stadt Salzburg nahm nach eigenen Angaben erstmals an dem sogenannten European Homelessness Count teil, der von der belgischen Universität KU Leuven koordiniert und in 35 EU-Städten durchgeführt wurde. Ziel der Erhebung ist es, Daten zur Wohnungslosigkeit vergleichbar zu machen und politische Strategien zu informieren. Neben Salzburg beteiligten sich auch Innsbruck und Wien an der Zählung.

Von den 910 gezählten Personen schliefen 323 – mehr als ein Drittel – auf der Straße oder in Notschlafstellen. Weitere 129 lebten in Übergangswohnungen, 60 in öffentlichen Einrichtungen und 40 in unsicheren Wohnformen wie abrissreifen Gebäuden, oft ohne Strom- und Wasseranschluss. Die größte Gruppe mit 341 Personen hielt sich vorübergehend bei Familie, Freunden oder Bekannten auf, etwa auf dem Sofa – ein Phänomen, das Fachleute als versteckte Wohnungslosigkeit bezeichnen.