Sächsische Obstbauern haben gemeinsam mit bundesweiten Branchenverbänden einen offenen Brief an Politiker, Handel und Verbraucher verschickt, in dem sie vor einem weiteren Niedergang der heimischen Obstproduktion warnen.

In dem Schreiben, das MDR SACHSEN vorliegt, führen die Erzeuger steigende Kosten, billige Importe aus dem Ausland und schwierige Vermarktungsbedingungen als Gründe an. Ohne stärkere Unterstützung drohe ein weiterer Rückgang des regionalen Obstanbaus, heißt es. Carmen Stefanie Kaps, Vertreterin des sächsischen Obstbauverbands in Dohna, erklärte gegenüber MDR SACHSEN: „Wir haben in den letzten Jahren, seit Einführung des Mindestlohns eine Kostensteigerung von 60 Prozent, was so nicht auf das Produkt umgelegt werden kann.“