Auf dem Hamburger Sommerdom auf dem Heiligengeistfeld sind am Montagabend rund 20 Menschen in einem Kettenkarussell eingeschlossen gewesen, während die übrige Veranstaltung bereits zu Mitternacht endete.

Technische Störung auf dem Heiligengeistfeld

Der Vorfall ereignete sich am späten Abend des 25. August 2026 gegen 22:15 Uhr auf dem Sommerdom auf dem Heiligengeistfeld im Stadtteil St. Pauli. Wie ein Sprecher der Polizei Hamburg mitteilte, blieben die Gondeln eines Kettenkarussells mit etwa 20 Fahrgästen in erhöhter Position stehen und konnten den Boden nicht mehr erreichen.

Nach ersten Erkenntnissen handelte es sich um eine technische Störung, deren genaue Ursache noch nicht abschließend geklärt ist. Die Feuerwehr Hamburg rückte mit Drehleitern und Spezialgerät aus, um die Eingeschlossenen aus den Kabinen zu bergen. Nach Angaben der Einsatzkräfte dauerte die Befreiung mehrere Stunden.

Rettungseinsatz mit Drehleitern

Ersten Meldungen zufolge wurde bei dem Vorfall niemand ernsthaft verletzt. Rettungsdienstpersonal kümmerte sich vorsorglich um die aus den Gondeln geholten Personen, einzelne Fahrgäste wurden ambulant behandelt. Der Rettungseinsatz lief nach Mitternacht an, als der übrige Festbetrieb auf dem Sommerdom bereits beendet war.

Die Veranstalter sagten den Betrieb des betroffenen Kettenkarussells umgehend ab. Die zuständige Aufsichtsbehörde sowie der TÜV wurden eingebunden, um die Anlage zu prüfen und die Ursache der Störung zu ermitteln. Bis zum Abschluss der Untersuchungen bleibt das Fahrgeschäft gesperrt.

Der Sommerdom, der dreimal jährlich auf dem Heiligengeistfeld stattfindende Großmarkt mit Fahrgeschäften, Buden und Schaustellerbetrieben, ist eines der größten Volksfeste im Norden Deutschlands. In der Nacht zum Dienstag endete der offizielle Betrieb planmäßig um Mitternacht.

TÜV übernimmt die Ursachenermittlung

Die Feuerwehr und das Rote Kreuz hatten nach eigenen Angaben bereits zuvor Verstärkung auf das Festgelände beordert, weil parallel zum Rettungseinsatz am Karussell Schaulustige den Platz rund um das Heiligengeistfeld aufsuchten. Die Polizei sperrte den unmittelbaren Bereich um das stehengebliebene Fahrgeschäft großflächig ab.

Nach der Bergung der letzten Fahrgäste in den frühen Morgenstunden wurde die Einsatzstelle an die Polizei übergeben. Spuren am Fahrwerk und an der Elektrik des Karussells wurden gesichert, um Rückschlüsse auf den technischen Defekt zu ermöglichen.

Die Polizei Hamburg kündigte an, den Vorgang weiter aufzuarbeiten und gegebenenfalls weitere Schritte einzuleiten, sobald das Gutachten des TÜV vorliegt. Der Sommerdom läuft noch bis Ende August, ob das betroffene Karussell in dieser Zeit wieder in Betrieb gehen kann, blieb am Morgen offen.