Jens Spahn (CDU) ist am Samstag, dem 19. Juli 2026, nach massivem Druck aus den eigenen Reihen und auf Drängen von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) als Vorsitzender der Unionsfraktion zurückgetreten, nachdem seine private Entscheidung zu einer Vaterschaft durch Leihmutterschaft öffentlich geworden war.

Rücktritt nach 14 Monaten im Amt

Jens Spahn (46) erklärte seinen Rücktritt am Samstagnachmittag mit einem Schreiben, in dem er den Schritt als "richtig und unvermeidlich" bezeichnete. Er habe erkannt, dass "der Spagat zwischen meiner privaten Entscheidung zu einem Kind durch Leihmutterschaft und der nachvollziehbaren Erwartung an mich als Vorsitzenden unserer Fraktion größer geworden" sei, als er erwartet habe. Zugleich kritisierte Spahn eine "zunehmende Unerbittlichkeit in der öffentlichen Auseinandersetzung" und appellierte daran, "bei aller Klarheit und Entschiedenheit in der Sache immer auch menschlich im Ton" zu bleiben.