Linz, 04 August 2026
Die anhaltende Rekord-Trockenheit in Oberösterreich bringt die Viehwirtschaft laut Landwirtschaftskammer in eine "äußerst prekäre Situation" und zwingt viele Bauern, auf Winterreserven zurückzugreifen oder Vieh zu verkaufen.
Michael Wöckinger, Abteilungsleiter Tierhaltung in der Landwirtschaftskammer Oberösterreich, schilderte die Lage am Dienstag in einem APA-Gespräch drastisch. Die Rekord-Trockenheit bringe die Viehwirtschaft in eine "äußerst prekäre Situation", sagte Wöckinger. Viele Landwirte müssten bereits jetzt auf die Winterreserven zurückgreifen oder Vieh verkaufen, weil es an Futter - und teils auch an Wasser - mangele.
Die Wetterextreme der vergangenen Wochen haben die Futtervorräte in weiten Teilen Oberösterreichs stark dezimiert. Auf Wiesen und Feldern verdorrten die üblichen zweiten und dritten Schnitte, sodass Heu und Silage in deutlich geringeren Mengen als in normalen Jahren eingebracht werden konnten. Gleichzeitig stiegen die Preise für zugekauftes Futter erheblich, was die wirtschaftliche Lage der Betriebe zusätzlich verschärft.
