Magdeburg, 04 Juni 2026
Im Strafprozess um den Anschlag auf den Magdeburger Weihnachtsmarkt vom 20. Dezember 2024 hat die Generalstaatsanwaltschaft am 35. Verhandlungstag vor dem Landgericht Magdeburg eine lebenslange Freiheitsstrafe, Sicherungsverwahrung und die Feststellung der besonderen Schwere der Schuld gegen den 51-jährigen Angeklagten Taleb A. gefordert.
Oberstaatsanwalt Matthias Böttcher schilderte in seinem Schlussvortrag den Ablauf der Tat: Am Abend des 20. Dezember 2024 sei der Angeklagte mit einem mehr als zwei Tonnen schweren Fahrzeug und 340 PS von einer Straße durch eine Lücke in den Betonabsperrungen auf einen Fußweg zum Weihnachtsmarkt gefahren. In Schlangenlinien und mit Geschwindigkeiten von bis zu 48 Kilometern pro Stunde habe er den Wagen durch die Budenreihen gesteuert. Die Tat habe insgesamt nur eine Minute gedauert, dabei aber in ihrer Massivität jede menschlich begreifbare Dimension gesprengt, so Böttcher wörtlich: „Die Tat, die nur eine Minute dauerte, habe in ihrer Massivität jede menschlich begreifbare Dimension gesprengt."
