Fast acht Jahre nach dem Einsturz der Morandi-Brücke in Genua wird am Donnerstag das Urteil in dem Mega-Prozess gegen 57 Angeklagte erwartet, denen unter anderem fahrlässige Tötung vorgeworfen wird.

Hintergrund des Unglücks

Am 14. August 2018 hatte ein Brückenpfeiler nachgegeben, sodass die Fahrbahn auf einer Strecke von 200 Metern einbrach. Autos und Lastwagen 40 Meter in die Tiefe gerissen — das Unglück mit 43 Todesopfern erschütterte das norditalienische Genua und löste eine breite Debatte über den Zustand der italienischen Infrastruktur aus.

Der nun anstehende Prozess soll klären, ob die Betreiber der Morandi-Brücke das Unglück hätten verhindern können. Grund dafür war nach einem Expertenbericht, dass die Brücke wegen ausgebliebener oder mangelhafter Wartungsarbeiten schwere Schäden hatte.