Prozess gegen mutmaßliche Terrorzelle in Wiener Neustadt

Vor dem Landesgericht Wiener Neustadt hat am Donnerstag der Prozess gegen zwei mutmaßliche Mitglieder einer Terrorzelle mit Verbindungen zum sogenannten Islamischen Staat (IS) begonnen.

Streng gesicherter Prozess

Der Prozess gegen Beran A. und Arda K. findet unter strengen Sicherheitsvorkehrungen statt und soll vier Tage dauern. Die beiden Angeklagten sollen gemeinsam mit einem dritten Mann, Hasan E., der derzeit in Saudi-Arabien in Haft sitzt, eine terroristische Vereinigung gebildet haben. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen vor, einen Anschlag geplant zu haben, der nur durch eine Warnung aus dem Ausland vereitelt werden konnte.

Beran A. wurde zwei Tage vor dem geplanten Attentat festgenommen. Die Ermittlungen ergaben laut Anklage, dass die Gruppe Verbindungen zum IS hatte und in mehreren Ländern, darunter Dubai, Istanbul und Mekka, aktiv gewesen sein soll. Die Al-Haram-Moschee in Mekka soll dabei eine zentrale Rolle gespielt haben.

Mögliche Höchststrafe von 20 Jahren

Sollten die Angeklagten schuldig gesprochen werden, droht ihnen nach dem Jugendgerichtsgesetz eine Haftstrafe von bis zu 20 Jahren. Die Verteidigung hat bisher keine Stellungnahme abgegeben.

Die Ermittlungen hatten internationale Dimensionen, da Hasan E. in Saudi-Arabien inhaftiert ist und die Gruppe angeblich in mehreren Ländern operierte. Die genauen Umstände der geplanten Tat wurden in der Eröffnungssitzung noch nicht detailliert dargelegt.