Der russische Inlandsgeheimdienst FSB hat eine deutsche Staatsbürgerin festgenommen, die verdächtigt wird, einen terroristischen Anschlag in der nordkaukasischen Stadt Pjatigorsk geplant zu haben.

Festnahme und Vorwürfe

Die Frau, Jahrgang 1969, wurde laut FSB-Angaben in Pjatigorsk in der Region Stawropol festgenommen. Sie soll versucht haben, eine Einrichtung der russischen Strafverfolgungsbehörden anzugreifen. In ihrem Rucksack wurde nach Angaben des Geheimdienstes eine Bombe entdeckt und entschärft.

Der FSB bestätigte die Festnahme am 20. April 2026 und verwies auf eine angebliche terroristische Handlung. Details zu den genauen Umständen der geplanten Tat oder möglichen Motiven der Verdächtigen wurden zunächst nicht bekannt gegeben. Die Ermittlungen laufen.

Reaktionen und Hintergrund

Die Nachrichtenagentur Interfax berichtete über die Festnahme und zitierte dabei FSB-Quellen. Bisher gab es keine offizielle Stellungnahme der deutschen Behörden zu dem Vorfall.

Pjatigorsk liegt in der Region Stawropol im Nordkaukasus, einer Gegend, die in der Vergangenheit immer wieder Schauplatz von Anschlägen und Konflikten war. Die Stadt beherbergt mehrere Einrichtungen der russischen Sicherheitskräfte, die bereits Ziel von Angriffen waren.

Die Festnahme einer ausländischen Staatsbürgerin unter Terrorverdacht ist in Russland selten, aber nicht beispiellos. Der FSB hat in den letzten Jahren wiederholt Ausländerinnen und Ausländer festgenommen, die verdächtigt wurden, an terroristischen Aktivitäten beteiligt zu sein. Die Vorwürfe wurden jedoch nicht immer von unabhängigen Quellen bestätigt.