Im Prozess gegen den als "Maskenmann" bekannten Martin N. aus Bremen wird am Donnerstag in Nantes ein Urteil im Fall des 2004 in Westfrankreich getöteten Jonathan erwartet.
Hintergrund: Die Tat von 2004
Der 55-jährige deutsche Staatsangehörige Martin N. steht seit Mitte Mai in Nantes vor Gericht. Die Anklage wirft ihm vor, im April 2004 den damals zehnjährigen Jonathan während eines Schullagers in Saint-Brevin-les-Pins an der französischen Atlantikküste entführt und getötet zu haben. Wenige Wochen später war der unbekleidete Körper des Jungen in einem etwa 30 Kilometer vom Lager entfernten Teich gefunden worden.
Martin N. hatte in den vergangenen Verhandlungstagen ausführlich auf Fragen des Gerichts geantwortet, eine Beteiligung an Jonathans Tod jedoch mehrfach bestritten. Auf die Frage zu dem Vorwurf erklärte er wörtlich: "Ich habe das nicht getan." In seinem früheren Prozess in Deutschland hatte er die meisten ihm zur Last gelegten Taten eingeräumt.
