Im Mordprozess um den achtjährigen Fabian aus Güstrow hat am Landgericht Rostock ein Polizeibeamter ausgesagt, der die Angeklagte Gina H. am Tag der Leichenentdeckung am 14. Oktober 2025 in der Nähe eines Teichs bei Klein Upahl traf.
Vor dem Landgericht Rostock hat am Mittwoch ein Polizeibeamter ausgesagt, der am 14. Oktober 2025 zum Fundort der Leiche des achtjährigen Fabian gerufen wurde. Die Angeklagte Gina H. hatte an jenem Tag bei der Polizei gemeldet, den Jungen zufällig bei einem Spaziergang mit einer Freundin in der Nähe eines Teichs bei Klein Upahl gefunden zu haben. Der Beamte schilderte, Gina H. sei aufgeregt, aber nicht niedergeschlagen gewesen.
Ihn habe überrascht, dass beide Frauen nicht tief betroffen wirkten. Zudem habe Gina H. mehrfach und unaufgefordert betont, dass sie Spuren am Teich hinterlassen habe, weil sie das Kind dort gefunden habe. Die Verteidigung wies darauf hin, dass es sich um Indizien handele und die Unschuldsvermutung gelte.
Aussage des Polizeibeamten
Im Mittelpunkt des fünften Verhandlungsmonats stehen Schuhabdruckspuren rund um den Teich. Forensiker sicherten Abdrücke zweier unterschiedlicher Schuhe, deren Profil zu dem Schuhmodell passt, das bei Gina H. sichergestellt wurde. Ein Schuhsohlensachverständiger konnte allerdings nicht bestätigen, dass es sich tatsächlich um ihre Schuhe handelte, da die Abdrücke im Boden zu unscharf waren.