Irans Präsident Massud Peseschkian hat das Ende der landesweiten Internetsperre verfügt und das Kommunikationsministerium angewiesen, den Zugang zum weltweiten Internet wieder freizugeben.
Die Nachrichtenagenturen Tasnim und Fars berichteten übereinstimmend, dass Peseschkian damit einer Entscheidung eines Sonderstabs folgte, der zuvor mehrheitlich für die Wiederaufhebung der Blockade gestimmt hatte.
Seit Kriegsbeginn am 28. Februar hatte die iranische Regierung den Zugang zum globalen Internet fast vollständig gekappt. Lediglich das sogenannte nationale Internet war verfügbar, in dem ausschließlich staatlich genehmigte Websites erreichbar sind.
Hintergrund der Sperre
Offiziell begründete die Führung in Teheran die drastische Maßnahme mit Sicherheitsbedenken. Beobachter gehen jedoch davon aus, dass die Machthaber vor allem verhindern wollten, dass Berichte, Bilder und Videos über das tatsächliche Ausmaß der Kriegsschäden und der Stimmung in der Bevölkerung in sozialen Medien verbreitet werden.
