Die österreichische Regierung hat ein Paket vorgestellt, um das Arbeiten im Alter finanziell attraktiver zu machen. Kernpunkte sind die Abschaffung des hohen Versicherungsbeitrags für pensionierte Arbeitnehmer sowie eine neue steuerfreie Zulage von bis zu 15.000 Euro pro Jahr.
Steuerfreie Zulage und Beitragsreform
Der spezielle hohe Versicherungsbeitrag für arbeitende Pensionsbezieher wird abgeschafft. Diese Maßnahme soll älteren Arbeitnehmern finanzielle Anreize bieten, länger im Berufsleben zu bleiben. Gleichzeitig wird eine neue steuerfreie Zulage eingeführt: Bis zu 1.250 Euro pro Monat oder 15.000 Euro pro Kalenderjahr bleiben künftig steuerfrei.
Die Reform zielt darauf ab, die Erwerbsbeteiligung älterer Menschen zu erhöhen und dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Bisher waren viele Pensionisten aufgrund der hohen Abgaben von einer Weiterbeschäftigung abgeschreckt. Mit den neuen Regelungen soll sich das ändern.
Transformationsfonds für Arbeitsmarktmodernisierung
Ein weiterer Baustein des Pakets ist die Nutzung des Transformationsfonds, um die Digitalisierung und Dekarbonisierung des Arbeitsmarktes voranzutreiben. Der Fonds wird jährlich aufgestockt und soll bis 2029 ein Volumen von 54,6 Millionen Euro erreichen.
Die Mittel fließen vor allem in die Modernisierung der Informationstechnologie sowie in Maßnahmen zur CO₂-Reduktion am Arbeitsplatz. Damit reagiert die Regierung auf die wachsenden Anforderungen durch den technologischen Wandel und die Klimakrise. Experten sehen darin einen wichtigen Schritt, um die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Österreich zu sichern.

