Die Arbeitslosigkeit von Frauen über 60 Jahren hat sich im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt, während ältere Arbeitnehmerinnen zunehmend Schwierigkeiten haben, nach einem Jobverlust wieder in den Arbeitsmarkt zurückzukehren.

Dramatischer Anstieg der Arbeitslosenquote

Die Arbeitslosenquote bei 60-jährigen Frauen stieg auf 9,5 Prozent, bei den 61-Jährigen kletterte sie von 1,6 auf 8,3 Prozent. Dies entspricht einer Verdreifachung innerhalb eines Jahres. Besonders betroffen sind Frauen, die kurz vor dem Pensionsantrittsalter stehen.

"Die Situation der Frauen am Arbeitsmarkt über 50 ist nicht besser, sondern schlechter geworden", betonte Korosec. Die Zahlen zeigen, dass etwa 44.280 Frauen im Alter von 60 Jahren sowie 20.870 61-Jährige unselbstständig beschäftigt waren. Dennoch ist die Arbeitslosigkeit in dieser Gruppe stark angestiegen.

Lange Wartezeiten und unsichere Perspektiven

Die durchschnittliche Dauer der Arbeitslosigkeit bei 60-jährigen Frauen hat sich von 150 auf 350 Tage erhöht. Bei den 61-Jährigen stieg sie sogar auf 400 Tage. "Sorge bereitet jene Gruppe, die ihren Job verliert oder arbeitslos ist, denn diese findet nur schwer in den Arbeitsmarkt zurück", erklärte Christine Mayrhuber, Vorsitzende der Alterssicherungskommission.

Rund ein Fünftel aller Arbeitslosen gehört zur Altersgruppe der 55- bis 64-Jährigen. Mayrhuber ortete bei der Analyse des Arbeitsmarktes für die Phase des steigenden Pensionsalters "viel Licht, aber auch viel Schatten".