Frankfurt am Main, 02 September 2026
Der polnisch-britische Regisseur Paweł Pawlikowski stellt auf dem Filmfest in Venedig einen Film über Thomas Mann vor, der die Flucht der Familie aus dem nationalsozialistischen Deutschland als Roadmovie inszeniert.
Die Reise zurück
Die Manns verlassen ein Land, das sie in ihrer Not einst hinter sich gelassen haben. Auf dem Filmfest in Venedig zeigt Paweł Pawlikowski einen Film, der diese Rückkehr als Roadmovie an den Nullpunkt der Geschichte anlegt. Im Mittelpunkt steht nicht die öffentliche Aufgabe des Schriftstellers, sondern die Familie, die zwischen Pflicht und Trauer zerrieben wird.
Hanns Zischler spielt Thomas Mann, Sandra Hüller verkörpert seine Ehefrau Katia. Die Reise führt von der Schweiz über Frankfurt am Main und Weimar zurück in ein Deutschland, das die Manns nicht wiedererkennen. Alte Orte wie Weimar und Lübeck tauchen als Erinnerungsräume auf, doch die Gegenwart des Jahres 1933 lässt sich nicht mehr mit der Vergangenheit versöhnen.
