Eriwan, 07 Juni 2026
In Armenien ist am Sonntag ein neues Parlament gewählt worden, wobei Ministerpräsident Nikol Paschinjan mit seiner Partei Zivilvertrag um die Fortsetzung seines prowestlichen Kurses ringt, während Russland mit Drohungen, Handelssanktionen und einer großangelegten Desinformationskampagne in den Wahlkampf eingreift.
Rund 2,5 Millionen Wählerinnen und Wähler waren in der Ex-Sowjetrepublik mit etwa drei Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern zur Stimmabgabe aufgerufen. Die Abstimmung wurde international aufmerksam beobachtet wie selten zuvor, da sie zugleich als Votum über Paschinjans außenpolitische Neuorientierung der vergangenen Monate gilt. Der seit 2018 amtierende Regierungschef, der einst als Anführer der "Samtenen Revolution" gegen die damalige prorussische Führung an die Macht kam, hofft auf die Wiederwahl seiner Partei Zivilvertrag.
