Papst Leo XIV. hat am Freitag die italienische Mittelmeerinsel Lampedusa besucht und dort die Erinnerung an Migranten gewürdigt, statt an den Feierlichkeiten zum 250. Jahrestag in den Vereinigten Staaten teilzunehmen.
Lampedusa als Symbol der Flüchtlingsdramen
Die Reise auf die kleine Insel zwischen Sizilien und Tunesien markiert einen symbolisch aufgeladenen Moment im Pontifikat des ersten Papstes aus den USA. Lampedusa gilt seit Jahren als Synonym für die Flüchtlingskatastrophen im zentralen Mittelmeer; die Insel steht für die Hoffnung und das Sterben Tausender Menschen, die dort ankommen oder deren Leichen geborgen wurden.
Mit seinem Besuch greift Leo XIV. eine Geste auf, die sein Vorgänger Franziskus 2013 gesetzt hatte. Damals, kurz nach seiner Wahl, war Franziskus als erster Papst überhaupt nach Lampedusa gereist, um für die im Mittelmeer ertrunkenen Migranten zu beten. Leo XIV. ist damit der erste Papst seit rund 13 Jahren, der wieder die Insel betritt.
