Der nicaraguanische Präsident Daniel Ortega hat anlässlich des 47. Jahrestages der Sandinistischen Revolution angekündigt, dass es in Nicaragua keine Wahlen mehr geben werde; die für November geplante Abstimmung ist bereits auf 2027 verschoben.

Wortlaut der Rede und historischer Kontext

Ortega nutzte seine erste öffentliche Rede seit zwei Monaten, um den Schritt mit einer ideologischen Anspielung auf die USA und auf Anhänger des gestürzten Diktators Anastasio Somoza zu verbinden. Wörtlich sagte er: «Die Zeiten, in denen von den Yankees und den Somocistas unterstützte Parteien an die Macht zurückkehren, sind vorbei – nie wieder». Damit vollzog der 80-Jährige, der seit 19 Jahren regiert, eine endgültige Abkehr von demokratischen Verfahren.