Das Oberlandesgericht München hat am 13. Juli 2026 ein irakisches Ehepaar wegen Versklavung und sexuellen Missbrauchs zweier jesidischer Mädchen sowie wegen weiterer schwerer Straftaten verurteilt; der Mann erhielt eine lebenslange Freiheitsstrafe, seine frühere Partnerin eine Jugendstrafe von neuneinhalb Jahren.

Das Oberlandesgericht München fällte am 13. Juli 2026 das Urteil gegen ein irakisches Ehepaar, dem die Versklavung und der sexuelle Missbrauch zweier jesidischer Mädchen zur Last gelegt worden war. Nach Überzeugung des Gerichts hatten die zuletzt in Deutschland lebenden Angeklagten als Mitglieder der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat zwei jesidische Mädchen versklavt und vergewaltigt. Der Vorsitzende Richter Philipp Stoll sagte, mit dem Prozess sei es auch darum gegangen, dem Völkerrecht Geltung zu verschaffen.