Die EU-Kommission erwägt die Einführung einer Übergewinnsteuer für Energiekonzerne angesichts der hohen Ölpreise.

Die Brüsseler Behörden arbeiten derzeit an einem Maßnahmenpaket, um die außergewöhnlichen Gewinne von Energieunternehmen zu besteuern. Dies bestätigte Energiekommissar Dan Jörgensen in einer Stellungnahme.

Hintergrund der geplanten Steuer

Die Diskussion um eine Übergewinnsteuer für Energiekonzerne gewinnt in der EU an Fahrt. Hintergrund sind die stark gestiegenen Ölpreise, die zu Rekordgewinnen bei vielen Unternehmen der Branche geführt haben. Die Kommission sieht hier Handlungsbedarf, um eine gerechtere Verteilung der Lasten zu erreichen.

Bereits in den vergangenen Monaten hatten mehrere Mitgliedstaaten wie Italien und Portugal ähnliche nationale Maßnahmen vorgeschlagen. Die EU-Kommission prüft nun, ob eine einheitliche Regelung auf europäischer Ebene sinnvoll wäre.

Reaktionen und nächste Schritte

Energiekommissar Dan Jörgensen kündigte an, dass die Kommission in Kürze ein konkretes Maßnahmenpaket vorlegen werde. "Wir werden bald Vorschläge präsentieren, die sicherstellen, dass die Energiekonzerne ihren fairen Beitrag leisten", sagte Jörgensen.

Auch auf Ebene der Finanzminister gibt es Unterstützung für die Pläne. Der niederländische Finanzminister Wopke Hoekstra hatte sich bereits für eine koordinierte europäische Lösung ausgesprochen. Die SPÖ in Österreich fordert ebenfalls eine stärkere Besteuerung der Übergewinne.