Der Telekommunikationsanbieter O2 Telefónica will in Deutschland bis Ende 2025 etwa 1.100 Vollzeitstellen abbauen und damit rund jede sechste Position streichen, wie das Unternehmen am Mittwoch in München mitteilte.
Zwei Sparrunden und hohe Rückstellungen
Für die Beschäftigten liegen Abfindungen und andere Angebote bereit, damit sie freiwillig gehen. Im Januar hatte die Firma 6.820 Vollzeitstellen. Mit den Maßnahmen sichere man die Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit von Telefónica Deutschland, sagte Deutschlandchef Santiago Argelich Hesse.
Der Konzern plant zwei Sparrunden. In der ersten Phase geht es um Verwaltung und zentrale Bereiche, in der zweiten Phase, für die Rückstellungen von bis zu 155 Millionen Euro gebildet werden, wird der Rotstift vor allem bei Callcentern und im Vertrieb angesetzt. Die Kosten der Restrukturierung sollen sich insgesamt auf 265 Millionen Euro belaufen.
Argentlich Hesse kündigte an, die Organisation zu vereinfachen und den Einsatz Künstlicher Intelligenz in zentralen Abläufen zu intensivieren: „Wir vereinfachen die Organisation, bündeln Tätigkeiten und intensivieren den Einsatz Künstlicher Intelligenz in zentralen Abläufen.“ Sind beide Phasen umgesetzt, möchte das Unternehmen von 2028 an seine jährlichen Kosten um etwa 185 Millionen Euro senken.
