Eine aktuelle Untersuchung von Foodwatch Österreich zeigt massive Defizite bei der Rückverfolgbarkeit von Lachsprodukten: Nur drei von 84 getesteten Erzeugnissen ließen sich eindeutig bis zu einer einzelnen Fischfarm zurückverfolgen.

Mangelnde Transparenz bei Herkunftsnachweisen

Die Verbraucherschutzorganisation kritisierte am Mittwoch, dass bei 26 der untersuchten Produkte keinerlei Möglichkeit bestand, die Herkunft des Lachses zu ermitteln. Bei weiteren 55 Artikeln sei die Rückverfolgung nicht eindeutig genug möglich gewesen. Besonders häufig fanden sich auf den Verpackungen Systeme wie das GGN-Label (37 Produkte) oder das ASC-Siegel (neun Produkte), doch auch diese erwiesen sich als unzureichend.

"Die Praxis zeigt jedoch gravierende Mängel", so Foodwatch. Bei GGN-Recherchen würden oft nur Händler oder lange Listen von bis zu 44 möglichen Produzenten angezeigt, statt einer konkreten Herkunftsfarm. Die Organisation warnte vor systematischer Intransparenz, die es Verbraucherinnen und Verbrauchern unmöglich mache, die Bedingungen der Fischzucht nachzuvollziehen.