Wal Timmy nach Nordsee-Transport vermutlich verendet

Ein zwölf Meter langer Wal namens Timmy, der von einer privaten Initiative von der Ostsee in die Nordsee transportiert wurde, hat die Aktion nach Einschätzung von Experten des Deutschen Meeresmuseums wahrscheinlich nicht überlebt. Der bereits geschwächte Meeressäuger wurde am vergangenen Samstag unter unklaren Umständen freigelassen.

Kritik an privater Initiative

Die private Initiative, die den Wal transportierte, steht nach der Aktion in der Kritik. Laut dem Deutschen Meeresmuseum in Stralsund wurden vereinbarte Abläufe bei der Freilassung nicht eingehalten. Das Museum war an der Umsiedlung nicht beteiligt. "Nicht genug Kraft", mutmaßen die Experten über Timmys Zustand zum Zeitpunkt der Freilassung.

Zuvor war der Wal mehrfach in Fischernetzen der Ostsee hängen geblieben und wiederholt gestrandet. Erstmals gesichtet worden war Timmy am 3. März im Hafen von Wismar. Experten hatten bereits zuvor festgestellt, dass dem Tier nicht mehr zu helfen sei und weitere Rettungsversuche eingestellt werden sollten.