Im südfranzösischen Nizza haben etwa tausend Menschen am Sonntag bei einem Schweigemarsch zum zehnten Jahrestag des dschihadistischen Lkw-Anschlags der 86 Todesopfer gedacht.
Die zumeist in Weiß gekleideten Teilnehmer schritten die gesperrte Straße Promenade des Anglais ab, die Strecke, die der Attentäter am Abend des französischen Nationalfeiertags mit einem Lastwagen durchfahren hatte. Der Marsch begann am Kinderkrankenhaus, wo die Todesfahrt ihren Anfang genommen hatte, und endete an dem Punkt, an dem der Attentäter von der Polizei erschossen worden war. Dort legten sie Kränze nieder.
Am 14. Juli 2016 war nach dem Ende des Feuerwerks zum französischen Nationalfeiertag ein Lastwagen durch die Menschenmenge gefahren. Dabei wurden 86 Menschen getötet, unter ihnen auch drei getötete Touristinnen aus Deutschland. Der Täter wurde von der Polizei erschossen. Die islamistische Terrormiliz IS reklamierte die Tat für sich, der Täter hatte den Ermittlern zufolge jedoch keine Verbindung zum IS.
