Das Amtsgericht Hamburg hat am Mittwoch drei Polizisten wegen eines Angriffs auf einen Demonstranten beim G20-Gipfel 2017 zu Geldstrafen verurteilt; die Strafen gelten wegen der langen Verfahrensdauer bereits als vollstreckt.

Der Fall gilt als der einzige Prozess, in dem nach den schweren Ausschreitungen rund um den G20-Gipfel in Hamburg im Juli 2017 Polizisten für ihr eigenes gewaltsames Vorgehen gerichtlich belangt wurden. Wie ein Gerichtssprecher am Mittwoch mitteilte, sprach das Amtsgericht Hamburg drei Beamte im Alter von 38, 44 und 48 Jahren der gemeinschaftlichen gefährlichen Körperverletzung im Amt schuldig. Das Urteil ist das Ergebnis eines Verfahrens, das fast neun Jahre nach den Vorfällen am Bismarck-Denkmal oberhalb der Landungsbrücken im Stadtteil St. Pauli zu einem Abschluss kam.