Neun Jahre nach den gewaltsamen Protesten rund um den G20-Gipfel in Hamburg hat vor dem Amtsgericht Hamburg der erste und einzige Prozess gegen drei Polizisten begonnen, die einen Mann auf dem Bismarck-Denkmal misshandelt haben sollen.

Wie die Staatsanwaltschaft mitteilte, handelt es sich um das erste Verfahren dieser Art; alle weiteren Ermittlungen gegen Polizeibeamte aus dem Gipfel-Kontext seien eingestellt worden. Den drei Angeklagten wird gemeinschaftliche gefährliche Körperverletzung im Amt vorgeworfen. Sie sollen den Mann am Bismarck-Denkmal mit Schlagstöcken und Fäusten geschlagen und verletzt haben. „Er trug Prellungen und Hämatome davon.

Zur Anklage kam es laut Staatsanwaltschaft, weil die Generalstaatsanwaltschaft während der Prüfung der eingestellten Verfahren zu der Einschätzung kam, dass die Polizisten mutmaßlich nicht gerechtfertigt gehandelt hätten. Hamburgs Generalstaatsanwalt Jörg Fröhlich ließ sich alle Akten noch einmal vorlegen, obwohl die Ermittlungen gegen die drei Polizisten ursprünglich ebenfalls eingestellt worden waren.