Das Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) hat am Montagabend in Leipzig eine Studie vorgestellt, die den Col de la Traversette in den Cottischen Alpen als wahrscheinlichste Route von Hannibals Alpenüberquerung mit Kriegselefanten im Jahr 218 vor Christus benennt.

In der vieldiskutierten Frage um Hannibals Alpenüberquerung mit Elefanten hat eine neue Studie Hinweise auf die wahrscheinlichste Route des historischen Feldzugs geliefert. Wie das Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) am Montagabend in Leipzig mitteilte, deuten die Berechnungen auf einen bestimmten Pass zwischen Frankreich und Italien hin.

Demnach weist der Col de la Traversette die günstigsten Voraussetzungen für den Zug eines Heeres mit Kriegselefanten auf. Die Forschungsgruppe berechnete den Energiebedarf der Reise und prüfte, welche Übergänge in den Alpen für Mensch und Tier am ehesten tragbar waren. Demnach sei die Traversette-Route energetisch und logistisch am besten geeignet.

Berechnungen zum Energiebedarf der Tiere

Berechnungen zum Energiebedarf der Reise, insbesondere für die Kriegselefanten, deuten auf den Col de la Traversette als günstigsten Weg des Feldherren mit seinem Tross hin. Die Tiere benötigten demnach erhebliche Mengen an Nahrung und Wasser, was bei der Wahl des Passes eine zentrale Rolle gespielt haben dürfte.