Die Kanzleramtsministerin Warken hat angekündigt, die Reform der deutschen Sicherheitsbehörden zügig voranzubringen und dabei vor allem dem BND und dem Bundesamt für Verfassungsschutz erweiterte Befugnisse zur Datenerhebung zu geben.

Warken, CDU-Politikerin und Chefin im Kanzleramt, will den Umbau der Sicherheitsarchitektur nach eigenen Angaben rasch auf den Weg bringen. Im Mittelpunkt steht dabei die Stärkung der Nachrichtendienste, die in Zukunft mehr Daten erheben dürfen sollen. Damit reagiert sie auf eine Debatte, die seit Jahren über die Modernisierung der deutschen Sicherheitsbehörden geführt wird.

Der Bundesnachrichtendienst und das Bundesamt für Verfassungsschutz sollen laut Warken mit zusätzlichen Kompetenzen ausgestattet werden, um den gestiegenen Anforderungen durch Cyberangriffe, hybride Bedrohungen und internationale Spionage begegnen zu können. Eine Reform in diesem Bereich berührt zugleich Fragen des Grundrechtsschutzes und der parlamentarischen Kontrolle.