Im Rahmen der laufenden Tour de France sind Spitzenfahrer um zwei und um fünf Uhr morgens aus dem Schlaf gerissen und zu Blutkontrollen gebeten worden; der frühere US-Profi Jonathan Vaughters verteidigt die nächtlichen Tests als wirksames Mittel gegen Mikrodosieren.

Die Tour de France 2026 sorgt mit einer bislang selten angewandten Kontrollpraxis für Aufsehen. In der Nacht vor der schweren Bergetappe zum Plateau de Solaison klingelten Doping-Kontrolleure an den Türen der beiden Top-Favoriten: Spitzenreiter Tadej Pogačar wurde um 2.00 Uhr aus dem Schlaf gerissen, sein erster Verfolger Jonas Vingegaard um 5.00 Uhr. Beide mussten sich Blutproben unterziehen. Wie die französische Sportzeitung "L'Équipe" berichtet, war die Anfrage bei einem Richter zuvor von der International Testing Agency (ITA) eingereicht worden, die im Auftrag des Radsport-Weltverbands UCI für die Integrität des Sports verantwortlich zeichnet.