Viktor Orbán hat nach der Amtsenthebung von Präsident Tamas Sulyok zu „nationalem Widerstand“ gegen die ungarische Regierung unter Peter Magyar aufgerufen und die Verfassungsänderung als Etablierung eines „autoritären Regimes“ verurteilt.

Hintergrund: Bruch zwischen Regierung und FIDESZ

Der frühere ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán hat auf einer Pressekonferenz die Absetzung von Staatspräsident Tamas Sulyok scharf angegriffen. Mit einer Verfassungsänderzung hatte die Regierung unter Ministerpräsident Peter Magyar die Amtszeit des Präsidenten beendet, der dem FIDESZ-Lager nahestand. Orbán sprach von einem „autoritären Regime“ und rief seine Anhänger zum „nationalen Widerstand“ auf.

Orbán verteidigte zugleich seine Reise in die USA zur FIFA-Weltmeisterschaft und erklärte, dort an „wichtigen, aber nicht-öffentlichen Verhandlungen“ teilgenommen zu haben. Er verwahrte sich gegen Korruptionsvorwürfe und bezeichnete die Durchsuchung von FIDESZ-Büros und die Beschlagnahmung von Internetservern der Partei als „politisch motiviertes rechtliches Verfahren, das darauf abzielt, FIDESZ rechtlich handlungsunfähig zu machen“.