Der 45-jährige mutmaßliche Täter der Schüsse in einer Jugendhilfeeinrichtung in Stade mit sechs Toten ist am Dienstagmorgen tot in seiner Zelle in der Justizvollzugsanstalt Bremervörde aufgefunden worden.
Ablauf am Dienstagmorgen
Wie das niedersächsische Justizministerium am Dienstag in Hannover mitteilte, wurde der 45-Jährige am Morgen leblos entdeckt. Ein Mitarbeiter der Justizvollzugsanstalt entdeckte den Mann den Angaben zufolge am Dienstag gegen 6.05 Uhr bei einer Routinekontrolle in seiner Einzelzelle. Ein Notarzt habe dann um 6.29 Uhr den Tod des Mannes festgestellt.
Den Angaben zufolge gab es keine Hinweise auf ein Fremdverschulden. Die Ermittlerinnen und Ermittler gehen nach derzeitigem Stand von einem Suizid im Gefängnis aus. Die näheren Umstände würden weiter untersucht, teilte das Ministerium mit.
Tat in Stade und mutmaßliches Motiv
Der 45-Jährige soll vor drei Wochen in einer Jugendhilfeeinrichtung in Stade während eines sogenannten Hilfeplangespräches sechs Beschäftigte der Einrichtung und des Jugendamts erschossen haben. Bei den Opfern handelt es sich nach bisherigen Erkenntnissen um Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Einrichtung sowie um Beschäftigte des Jugendamts.
