Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen (MSF) hat Israel beschuldigt, durch die Verweigerung von Nahrungsmitteln und Hilfsgütern eine Hungerkrise im Gazastreifen absichtlich herbeizuführen.

Humanitäre Krise verschärft sich

Die Organisation warnt insbesondere vor den Auswirkungen auf Kinder, schwangere Frauen und stillende Mütter. Die israelische Blockade des Gazastreifens und Angriffe auf zivile Infrastruktur hätten die Situation weiter verschlimmert. Laut MSF sind die Folgen der Unterernährung deutlich sichtbar: Es gebe einen signifikanten Anstieg von Frühgeburten, Todesfällen unterernährter Säuglinge und Fehlgeburten.

Die Untersuchungen von MSF, die sich auf Daten aus vier von der Organisation unterstützten Gesundheitseinrichtungen im Gazastreifen stützen, decken den Zeitraum zwischen Ende 2024 und Anfang dieses Jahres ab. Vor dem Gaza-Krieg sei Unterernährung im Gazastreifen "virtually non-existent" gewesen, wie MSF-Vertreterin Merce Rocaspana betonte.