Dutzende Schiffe der "Global Sumud Flotilla" mit Aktivistinnen und Aktivisten aus zahlreichen Ländern an Bord sind von Sizilien aus Richtung Gazastreifen in See gestochen.
Nach einer wetterbedingten Verzögerung seien nun 56 Schiffe von einem Hafen bei Syrakus aufgebrochen, teilte die Organisation heute mit. Die propalästinensischen Aktivistinnen und Aktivisten wollen erneut versuchen, die seit 2007 bestehende israelische Seeblockade des Gazastreifens, die auch von Ägypten mitgetragen wird, zu durchbrechen und Hilfsgüter in die Konfliktregion zu bringen.
Hintergrund der Mission
Die "Global Sumud Flotilla" ist nicht der erste Versuch, die Blockade des Gazastreifens zu durchbrechen. Bei einem vorherigen Versuch war die vorwiegend aus privaten Segel- und Motorbooten bestehende Flottille vergangenen Herbst von israelischen Spezialeinheiten gestürmt und am Erreichen des Gebiets gehindert worden. Die Blockade, die sowohl von Israel als auch von Ägypten aufrechterhalten wird, soll nach Angaben der Behörden die Sicherheit gewährleisten, wird jedoch von Menschenrechtsorganisationen kritisiert, da sie die humanitäre Lage im Gazastreifen verschärfe.
Die aktuelle Flottille wird von einem Schiff der spanischen Hilfsorganisation Open Arms sowie der "Arctic Sunrise" des Umweltverbandes Greenpeace begleitet. Diese Unterstützung unterstreicht die internationale Dimension der Mission, an der sich Teilnehmer aus verschiedenen Ländern beteiligen.

