Ierapetra, Kreta – 1. Mai 2026 Gaza-Hilfsflotte auf Kreta gestoppt
Die Global Sumud Flotilla, bestehend aus rund 30 Schiffen mit Hilfsgütern für Gaza, hat ungeplant im Hafen von Ierapetra im Südosten Kretas angelegt.
Hintergrund der Flotilla
Die Hilfsflotte war auf dem Weg nach Gaza, um die Blockade des Gazastreifens zu durchbrechen. Die Organisatoren erklärten, sie hätten sichere Gewässer erreicht und würden sich neu organisieren, um ihre Reise fortzusetzen. Die Blockade des Gazastreifens durch Israel ist seit Jahren international umstritten, wobei Hilfsorganisationen regelmäßig versuchen, Güter per Schiff in das Gebiet zu bringen.
Die israelische Marine griff jedoch in der Nacht zum Donnerstag ein und stoppte über 20 Schiffe der Flotte. Dabei wurden 175 Personen festgenommen. Die Aktion löste internationale Besorgnis aus, insbesondere in Berlin und Rom.
Reaktionen und diplomatische Spannungen
Deutschland und Italien äußerten in einer gemeinsamen Erklärung Bedenken, ob das Vorgehen Israels mit dem internationalen Recht vereinbar sei. „Die Unterbrechung der Flottille in internationalen Gewässern wirft rechtliche Fragen auf“, hieß es in der Stellungnahme.
Die festgenommenen Aktivisten wurden in den kleinen Hafen von Atherinolakos im Südosten Kretas gebracht und sollten anschließend in die kretische Hafenstadt Heraklion transportiert werden. Griechenland erklärte sich bereit, die Festgenommenen aufzunehmen und ihre Rückkehr in ihre Heimatländer zu ermöglichen.

