Der US-Biotechkonzern Moderna hat am Freitag einen Kurssprung von 177 Prozent verzeichnet, beflügelt von positiven Studiendaten zu einem gemeinsam mit Merck entwickelten mRNA-Impfstoff gegen Hautkrebs.

Der Anstieg folgte auf die Veröffentlichung aktualisierter Fünf-Jahres-Daten einer früheren mittleren Studienphase, die das Unternehmen gemeinsam mit seinem Partner Merck vorgelegt hatte. Demnach halbierte der Impfstoff bei Patienten mit Melanom-Hautkrebs im fortgeschrittenen Stadium das Risiko eines Rückfalls und senkte die Wahrscheinlichkeit einer Metastasenbildung in andere Organe um 59 Prozent im Vergleich zur alleinigen Gabe des Merck-Präparats Keytruda.

Bei dem Wirkstoff handelt es sich um einen individualisierten mRNA-Impfstoff, der auf das spezifische Tumorgewebe eines Patienten zugeschnitten wird. Das Vakzin soll das Immunsystem befähigen, Krebszellen gezielt zu erkennen und zu zerstören. In der laufenden Phase-3-Studie wird das Mittel nun an einer großen Patientengruppe unter modernsten klinischen Standards geprüft.