Das niedersächsische Justizministerium hat den Ablauf der Haftbedingungen des 45-jährigen mutmaßlichen Täters von Stade im Detail erläutert, der am Dienstagmorgen leblos in seiner Einzelzelle in der JVA Bremervörde aufgefunden worden war.

Hintergrund: Festnahme und erste Sicherungsmaßnahmen

Nach Angaben eines Ministeriumssprechers war der Mann am 30. Juni in die JVA Bremervörde aufgenommen worden. Wegen eines festgestellten Gesundheitsrisikos sei er in eine videogesicherte Zelle ohne gefährdende Gegenstände verlegt und unter eine besondere Sicherungsmaßnahme gestellt worden. „Das teilte ein Sprecher des niedersächsischen Justizministeriums mit.

Der Mann soll Ende Juni in einer Mutter-Kind-Einrichtung sechs Menschen getötet haben, darunter jeweils drei Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Jugendamtes Hannover und der Einrichtung in Stade. Hintergrund soll ein Sorgerechtsstreit um die zur Tatzeit drei Monate alte Tochter des mutmaßlichen Schützen gewesen sein.

Ab dem 6. Juli sei der Gefangene in einer Zelle mit Fernsehgerät untergebracht und weiterhin 24 Stunden täglich überwacht worden. Der Häftling sei anfangs unter besonderer Beobachtung gestanden und „musste rund um die Uhr ohne Unterbrechung im Blick behalten werden“.