Bunia, Demokratische Republik Kongo – 10. Mai 2026
Im Nordosten der Demokratischen Republik Kongo sind bei einem Angriff einer örtlichen Miliz mindestens 69 Menschen ums Leben gekommen, wie zwei Quellen bestätigten.
Hintergrund der Gewalt
Die Angriffe fanden in der Provinz Ituri statt, einer Region, die seit Jahren von ethnischen Konflikten und Milizenaktivitäten geprägt ist. Die CRP (Coalition des Résistants Patriotes), eine Miliz, die vom kongolesischen Milizenführer Thomas Lubanga gegründet wurde, ist seit 2025 wieder verstärkt in der Region aktiv. Lubanga war 2012 für den Einsatz von Kindersoldaten zu 14 Jahren Haft verurteilt worden und kam 2020 wieder frei.
Die Gewalt eskalierte, nachdem die FARDC (Streitkräfte der DR Kongo) eine Stellung der CRP angegriffen hatten. Daraufhin griffen Codeco-Milizionäre aus Pimbo am 28. April mehrere Ortschaften an.

