Mexiko gewinnt gegen Ecuador und steht im Achtelfinale der Heim-WM
Mexiko-Stadt, 01. Juli 2026
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Kurzfassung
Mexiko hat im Sechzehntelfinale der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 Ecuador mit 2:0 besiegt und ist damit ins Achtelfinale eingezogen. Vor 80.824 Zuschauern im ausverkauften Aztekenstadion erzielten Julian Quiñones und Raúl Jiménez die Tore für die Gastgeber.
Mit einem ungefährdeten 2:0-Sieg im Sechzehntelfinale gegen Ecuador hat Co-Gastgeber Mexiko den Einzug ins Achtelfinale der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 perfekt gemacht und seine weiße Weste im Turnier verteidigt.
Das Team von Javier Aguirre setzte sich am Mittwoch vor 80.824 Zuschauern im ausverkauften Aztekenstadion mit 2:0 (2:0) gegen Ecuador durch und zog damit als Gruppensieger der Gruppe A ungeschlagen und ohne Gegentor in die nächste Runde ein. Die Tore erzielten Julian Quiñones und Raúl Jiménez bereits in der ersten Halbzeit. Die Partie war wegen eines heftigen Gewitters, das mit Blitz und Donner über Mexiko-Stadt hinwegzog, um rund eine Stunde verspätet angepfiffen worden.
Die erste Halbzeit: Zwei Tore, klare Verhältnisse
In der 22. Minute brachte Julian Quiñones Mexiko in Führung. Roberto Alvarado hatte den Angreifer mit einem langen Ball aus der eigenen Hälfte in Szene gesetzt, und Quiñones schloss aus etwa zwölf Metern flach ins kurze Eck unter die Latte ab – es war sein drittes Turniertor. Quiñones wurde in Kolumbien geboren und spielt seine erste WM-Endrunde für Mexiko.
Yeboah als einziger Ecuador-Störfaktor
Nur neun Minuten später knallte Raúl Jiménez den Ball in den Winkel. Einen schlecht gespielten Pass der ecuadorianischen Abwehr hatte Jiménez zuvor erahnt, köpfte in der 31. Minute nach Hereingabe von Luis Romo unhaltbar in den oberen Torwinkel. Für Jiménez war es das 47. Länderspieltor – damit liegt er in der mexikanischen Torjägerliste hinter Javier „Chicharito" Hernández auf Platz zwei. Schon nach 30 Minuten führte das Heimteam 2:0, anschließend verwaltete Mexiko die Führung mit großer Souveränität.
Ecuador hatte dem Ansturm des Gastgebers in der ersten Halbzeit wenig entgegenzusetzen. Die größte Chance der Südamerikaner in Durchgang eins hatte John Yeboah, der in der 18. Minute nach einer starken Einzelleistung den Ball an den Außenpfosten setzte. Mexikos Torhüter Raúl Rangel lenkte den Schuss zuvor noch entscheidend ab. Yeboah, in Hamburg geboren, war der auffälligste Akteur der Ecuadorianer und hatte bereits in der Gruppenphase gegen Deutschland für Wirbel gesorgt. Auch Gilberto Mora, mit 17 Jahren nach Pelé der zweitjüngste Startelfspieler in einem WM-K.-o.-Spiel, prüfte in der 15. Minute das Tor mit einem Distanzschuss und hatte kurz vor der Pause in der 45. Minute eine weitere Möglichkeit zur Vorentscheidung.
Rote Karte für Hincapie in der Nachspielzeit
Nach dem Seitenwechsel zog sich Mexiko zurück und überließ Ecuador mehr Spielanteile, ohne dabei die Kontrolle aus der Hand zu geben. In der 66. und 67. Minute vergab César Montes zwei Kopfballchancen nach Eckbällen aus kurzer Distanz. Kevin Rodríguez hatte auf der Gegenseite in der 74. Minute Ecuadors erste gute Möglichkeit der zweiten Hälfte, schob den Ball jedoch knapp am Tor vorbei. In der 89. Minute sah Piero Hincapié nach Videobeweis die Rote Karte, weil er sich in einem Disput mit einem Gegenspieler die Hand vor den Mund gehalten hatte – eine unsportliche Geste, die Schiedsrichter Slavko Vincic aus Slowenien nach Sichtung der Bilder ahndete.
Mexikos langer Weg zurück ins WM-Achtelfinale
Für Mexiko war es der erste Sieg in einer WM-K.-o.-Runde seit 1986. Sieben Mal in Folge war die „Tri" zwischen 1994 und 2018 in der ersten K.-o.-Runde hängengeblieben. In den Heimturnieren 1970 und 1986 hatten die Mexikaner jeweils das Viertelfinale erreicht. Auch diesmal soll das Mindestziel erneut das Viertelfinale sein – mit Blick auf die Rekordmarke im Aztekenstadion: In zehn WM-Spielen an diesem Ort haben die Mexikaner acht Siege und zwei Unentschieden geholt, noch nie eine Niederlage kassiert.
Ecuador war als einer der besten Gruppendritten nach dem überraschenden 2:1-Sieg gegen Deutschland in die K.-o.-Runde eingezogen. Es war erst das zweite Mal überhaupt, dass sich Ecuador für die K.-o.-Phase einer WM qualifizierte – 2006 in Deutschland hatte man das Achtelfinale erreicht und dort 0:1 gegen England verloren. Diesmal setzte es für die Mannschaft von Trainer Sebastián Beccacece, der als Argentinier die Equadorianer betreut, das Aus in der Runde der letzten 32. Ein K.-o.-Spiel bei einer WM haben die Ecuadorianer damit noch nie gewonnen.
Ecuadors kurzer Traum nach dem Deutschland-Coup
Beccacece hatte den Sieg gegen Deutschland als „unseren wohl größten Sieg in der Geschichte der Weltmeisterschaften. Wir haben eine Fußballgroßmacht in einem historischen Spiel besiegt" bezeichnet. Nach den Siegen gegen die Elfenbeinküste und Curaçao sowie dem Remis gegen die Niederlande hatte der Coach zudem gesagt: „Wir fühlen uns auch nicht wie im Himmel. Wir sind auf der Erde." Vor dem Spiel gegen Mexiko sprach er von seinen „26 Kriegern" und hatte das Viertelfinale als Ziel ausgegeben. Im Aztekenstadion sollte sein Team auf dem Boden der Tatsachen bleiben.
Die Anreise nach Mexiko-Stadt war für Ecuador holprig verlaufen. Statt der geplanten sechs Stunden hatte der Flug neun Stunden gedauert, dazu kamen Verkehrschaos, ein Gewitter auf dem Transfer zum Hotel und eine unruhige Nacht, weil mexikanische Fans vor dem Teamhotel lautstark feierten. Die Stimmung im mexikanischen Lager war derweil gelöst. Vor dem Anpfiff hatte Trainer Javier Aguirre, der Mexiko bereits 2002 und jetzt bei der Heim-WM betreut, gesagt: „Die Fans sind unser bester 12. Mann."
Mexiko spielt am Montag um 2:00 Uhr MESZ im Aztekenstadion im Achtelfinale gegen den Sieger der Partie zwischen der Demokratischen Republik Kongo und England. Mit Harry Kane von Bayern München wartet im Fall eines Einzugs in das Viertelfinale ein Hochkaräter auf das Aguirre-Team. Das Eröffnungsspiel gegen England würde dann zu einem Duell mit dem Mitfavoriten werden – zugleich eine Revanche für die Viertelfinal-Niederlage 1986, als Aguirre selbst noch Mittelfeldspieler der Mexikaner war.
Ausblick: England oder Kongo als nächster Gegner
Mit dem 2:0-Erfolg baute Mexiko seine beeindruckende Turnierbilanz weiter aus: Drei Siege in der Gruppenphase gegen Südafrika (2:0), Südkorea (1:0) und Tschechien (3:0) sowie der Sieg im Sechzehntelfinale bedeuten vier Erfolge in vier Spielen und weiterhin null Gegentore. Die mexikanische „Heimparty" bei der WM, die neben Mexiko auch in den USA und Kanada ausgetragen wird, geht damit in die nächste Runde.
Die mexikanische Tageszeitung „Esto" hatte Aguirre vor dem Spiel als „WM-Glücksbringer" tituliert. Nach dem Einzug ins Achtelfinale dürfte das Prädikat Bestand haben. Im Land selbst, das zum 18. Mal an einer WM-Endrunde teilnimmt und zum dritten Mal als Gastgeber fungiert, ist die Begeisterung groß. Die Mannschaft steht nun vor dem Sprung ins Viertelfinale – dort, wo Mexiko 1970 und 1986 jeweils gescheitert war. Mit dem 17-jährigen Mora, dem treffsicheren Quiñones und dem erfahrenen Jiménez verfügt Aguirre über einen Mix aus Jugend und Routine, der die hohen Erwartungen im Land bislang erfüllt.
Fragen & Antworten
Wer hat die Tore für Mexiko gegen Ecuador geschossen?
Julian Quiñones brachte Mexiko in der 22. Minute per Flachschuss aus etwa zwölf Metern in Führung, Raúl Jiménez erhöhte in der 31. Minute per Kopfball in den oberen Torwinkel zum 2:0-Endstand.
Wie hatte Ecuador das Achtelfinale der WM 2026 erreicht?
Ecuador war nach dem 2:1-Sieg gegen Deutschland in der Gruppenphase als einer der besten Drittplatzierten in die K.-o.-Runde eingezogen – es war erst die zweite WM-K.-o.-Teilnahme nach 2006.
Wer ist der nächste Gegner Mexikos im Achtelfinale?
Mexiko trifft am Montag um 2:00 Uhr MESZ im Aztekenstadion auf den Sieger der Partie zwischen der Demokratischen Republik Kongo und England.