Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) sieht sich nach der Bekanntgabe mehrerer Personalwechsel in seinem Kabinett am 24. Juli 2026 wachsender Kritik aus den eigenen Reihen und der Opposition ausgesetzt.

Im Zentrum der Kritik steht die Entlassung von Verkehrsminister Patrick Schnieder. Was als geordnete Kabinettsumbildung gedacht war, entwickelte sich nach Bekanntwerden der Personalien zu einem politischen Störfall. Der 47-Jährige war zuvor einige Jahre Staatssekretär im Verkehrsministerium gewesen und hatte den Wahlkreis bei der vergangenen Bundestagswahl mit über 40 Prozent der Stimmen gewonnen – besser als jeder andere Kandidat. Schnieder verkündete die geplante Entlassung in einer SMS an Bundestagsabgeordnete, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt: "Der Bundeskanzler hat mir gestern am späten Nachmittag mitgeteilt, dass er mich als Verkehrsminister entlassen wird." Bei der Veranstaltung im Kanzleramt sagte er lediglich: "Dankeschön, frohes Schaffen."