Berlin, 03 Juli 2026
Bundeskanzler Friedrich Merz hat die Pläne Litauens, das verfassungsrechtliche Verbot für die Stationierung von Atomwaffen aufzuheben, nach einem Treffen mit den Staats- und Regierungschefs der baltischen Staaten in Berlin ausdrücklich begrüßt.
Merz würdigte die litauische Initiative am Rande eines Treffens mit den Staats- und Regierungschefs der baltischen Staaten in Berlin. Er betonte, dies sei zunächst eine politische Entscheidung Litauens. Sie zeige aber auch, wie ernst das Land die Bedrohung aus Russland nehme und wie bereit es sei, sich zu verteidigen. „Das ist zunächst einmal eine Entscheidung der Politik in Litauen. Es zeigt aber auch zugleich, wie in diesem Land die Bedrohung aus Russland ernst genommen wird und wie das Land bereit ist, sich auch in dieser Hinsicht zu verteidigen“, sagte Merz.
Der CDU-Politiker fügte hinzu, er habe die Haltung Vilnius nicht nur nicht zu kritisieren, sondern mit Respekt zur Kenntnis zu nehmen. Litauen sei „in dieser Hinsicht bereit, das Land und damit auch das Nato-Territorium zu verteidigen“. Mit dieser Formulierung verband Merz die litauische Verteidigungsbereitschaft ausdrücklich mit dem Bündnisterritium der Nato.
