Bunia/Genf, 25. Mai 2026

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) meldet mehr als 900 Verdachtsfälle und über 200 Tote im aktuellen Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo, der sich mittlerweile über die Landesgrenzen hinaus ausgebreitet hat.

Der Ausbruch begann in der Provinz Ituri im Nordosten des Landes und wurde laut Helfern erst sehr spät erkannt. Der Notfallkoordinator von Médecins Sans Frontières (Ärzte ohne Grenzen) in Bunia, Florent Uzzeni, erklärte: „Normalerweise beginnen wir mit den Gegenmaßnahmen, sobald die ersten wenigen Fälle bekannt werden. Nie so spät wie diesmal, als es schon mehrere hundert Fälle gab.“

Die kongolesische Regierung beziffert die Zahl der bestätigten Ebola-Fälle auf 101, während die Gesamtzahl der Verdachtsfälle bei über 900 liegt. WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus hatte die neuen Fallzahlen am Sonntag bekannt gegeben.