Das Bezirksgericht Oslo hat am Montag entschieden, dass Marius Borg Høiby, der älteste Sohn der norwegischen Kronprinzessin Mette-Marit, seine laufende Untersuchungshaft in den kommenden Wochen mit elektronischer Fußfessel auf dem Anwesen Skaugum verbüßen darf; die Staatsanwaltschaft verzichtete am Dienstag auf einen Einspruch.
Marius Borg Høiby, der älteste Sohn der norwegischen Kronprinzessin Mette-Marit, steht seit Monaten im Zentrum eines aufsehenerregenden Strafverfahrens in Norwegen. Wie der norwegische Rundfunksender NRK am Dienstag berichtete, lenkte die Osloer Staatsanwaltschaft nun in einem entscheidenden Punkt ein. Damit kann der 29-Jährige den restlichen Teil seiner bisherigen Untersuchungshaft unter deutlich gelockerten Bedingungen verbringen.
Das Bezirksgericht Oslo hatte am Montag entschieden, dass Høiby vier Wochen lang mit einer elektronischen Fußfessel auf dem Anwesen Skaugum in Untersuchungshaft bleiben darf. Zwar ordnete das Gericht eine Fortdauer der Untersuchungshaft um vier Wochen an, doch ließ es ausdrücklich zu, dass diese Form der Ingewahrsamung als Hausarrest mit elektronischer Überwachung auf dem Familienanwesen der Königsfamilie vollzogen wird.
Damit wird die Anstalt verlassen, in der Høiby bislang festgehalten wurde. Künftig soll er den Alltag hinter den vertrauten Mauern von Skaugum verbringen, mit einer elektronischen Fußfessel am Bein, die seine Bewegungen jederzeit nachvollziehbar macht. Nach Angaben der zuständigen Polizeianwältin Oda Karterud bedeutet dies konkret: „Das bedeutet, dass der Beschuldigte heute in Haft mit elektronischer Überwachung überführt wird“.