Birmingham, 16 August 2026

Weitspringerin Malaika Mihambo geht bei der Leichtathletik-EM in Birmingham auf die Suche nach dem perfekten Sprung und blickt dabei auch auf ihre Erfahrungen bei der WM in Tokio zurück.

Malaika Mihambo reist mit klaren Erwartungen zur Leichtathletik-EM nach Birmingham. Die deutsche Weitspringerin will an ihre bisherigen Leistungen anknüpfen und sucht in jedem Versuch die optimale Kombination aus Anlauf, Absprung und Flugphase. Im Zentrum steht für sie die Frage, wie sie das Maximum aus ihrem Körper herausholen kann.

Rückblick auf die WM in Tokio

Im Gespräch mit der Zeitung Welt blickte Mihambo auf die vergangene WM in Tokio zurück. Dort sei sie im letzten Versuch so weit gesprungen wie noch nie in ihrem Leben, sagte sie. Der Sprung sei allerdings übertreten worden und habe deshalb nicht in die Wertung eingegriffen. Für Mihambo sei dies dennoch ein wichtiges Signal gewesen: Sie und ihr Körper könnten mehr, als die bisherige Bilanz zeige.

Mit dieser Einschätzung geht sie nun in den Wettkampf im Alexander Stadium in Birmingham. Die Anlage gilt als schnelle Bahn, die Bedingungen für Weitspringerinnen können je nach Wind und Anlaufrichtung variieren. Mihambo betonte, dass sie an kleinen Stellschrauben arbeite, um den perfekten Sprung konstant abrufen zu können.

Eine ihrer Konkurrentinnen ist die Italienerin Larissa Iapichino, die in den vergangenen Jahren mehrfach in den Medaillenrängen landete und als eine der stärksten europäischen Springerinnen ihrer Generation gilt. Mihambo und Iapichino kennen sich aus früheren Wettkämpfen, sodass ein direkter Vergleich wahrscheinlich ist. Spannend dürfte sein, wer im Finale die bessere Tagesform und den sichereren letzten Versuch zeigt.

Konkurrenz im Blick: Larissa Iapichino

Die EM in Birmingham ist für Mihambo einer der letzten großen Formtests vor den internationalen Höhepunkten der nächsten Saison. Entsprechend genau analysiert sie ihre Sprünge in Training und Qualifikation. Kleinste Zentimeter-Entscheidungen im Sandkasten entscheiden im Weitsprung häufig über Platzierungen und Medaillen, weshalb bereits der Anlauf und der Absprungmillimeter trainiert werden.

Im Vorfeld des Wettkampfs stand für Mihambo zudem der mentale Aspekt im Mittelpunkt. Nach der Erfahrung aus Tokio weiß sie, dass selbst ein übertretener Versuch das Potenzial für neue Bestleistungen andeuten kann. Diese Zuversicht soll ihr helfen, im Stadion den entscheidenden Versuch konzentriert und ohne Zweifel anzugehen.

Auch das deutsche Team um Mihambo bereitet sich gezielt auf die Titelkämpfe vor. Neben den Einzeldisziplinen zählt für die Mannschaft auch die Stimmung im Team zur EM-Vorbereitung. Mihambo gilt als erfahrene Athletin, die ihre Erfahrung an jüngere Springerinnen und Springer weitergeben kann und innerhalb des Teams Verantwortung übernimmt.

Bedeutung der EM für das Team

Im Blick auf die Weitsprung-Konkurrenz werden neben Iapichino auch weitere Springerinnen aus europäischen Top-Nationen erwartet. Die EM-Titelkämpfe haben für die Athletinnen oft eine besondere Bedeutung, da sie nationale Quoten für weitere internationale Meisterschaften beeinflussen können. Für Mihambo geht es daher nicht nur um eine Medaille, sondern auch um eine Bestätigung ihrer Leistungsfähigkeit.

Vor dem ersten Versuch in Birmingham verwies Mihambo auf die Bedeutung des letzten Versuchs. Gerade in großen Wettkämpfen seien die späteren Sprünge oft die entscheidenden, sagte sie. Diese Haltung spiegelt sich auch in ihrer Aussage zu Tokio wider, wo der finale Versuch ihr persönliches Maximum offenbarte.

Insgesamt zeigt sich Mihambo vor der EM fokussiert und selbstbewusst. Sie kombiniert die Analyse vergangener Wettkämpfe mit dem Anspruch, jeden einzelnen Sprung technisch und mental weiter zu optimieren. Ob ihr in Birmingham der perfekte Sprung gelingt, werden die kommenden Wettkampftage im Alexander Stadium zeigen.

Ausblick auf die Weitsprung-Entscheidung

Die Weitsprung-Entscheidung bei der EM dürfte eng werden, denn mehrere Athletinnen haben in dieser Saison bereits Weiten jenseits der sieben Meter erreicht. Mihambo gehört zu diesem Kreis und will mit einem sauberen, nicht übertretenen letzten Versuch an ihre Leistungsgrenze gehen. Für sie zählt am Ende vor allem, dass die erzielte Weite gewertet wird und das eigene Potenzial vollständig auf der Anlage abrufen wird.

Am Ende unterstrich Mihambo nochmals ihren trainingsbasierten Ansatz. Sie arbeite weiter an Stabilität, Timing und Anlaufgeschwindigkeit, um die kleinen Differenzen, die über Zentimeter entscheiden, in den Griff zu bekommen. Mit dieser Vorbereitung geht sie optimistisch in die EM und sieht den Wettkampf als Chance, den perfekten Sprung endlich auf die große Bühne zu bringen.